Ausrüstung
Ich habe mich 2010 dazu entschlossen, meine Kleinbild- Aus-rüstung zu veräußern und mich vollkommen dem Mittelfor-
mat zu widmen.
Nun fragt sich der geneigte Leser sicherlich, warum ich mich auf ein System konzentriere, in dem ich pro Rolle Film nur 12 oder 15 Aufnahmen zur Verfügung habe, obwohl der Film genau so viel kostet wie ein 36er Kleinbild- Format...
Dazu komme ich später...
Was ist "Mittelformat"?
Nun, laienhaft erklärt sich das so: Im "Kleinbildformat" ist das Negativ 24 x 36 mm groß. Als "Mittel-format" bezeichnet man die Formate 6 x 4,5 cm, 6 x 6 cm, 6 x 7 cm sowie 6 x 9 cm. Als "Großfor-
mat" wird alles bezeichnet, das noch größer ist, z. B. 18 x 24 cm oder 20 x 30 cm... Letzteres ist mir aber schon zu groß. Es mag zwar durchaus etwas sein, das interessant ist, aber die Ausrüstung ist doch etwas teuer, unhandlich und nicht für den Alltag gemacht...
Technisches...
Ich bin ein Minimalist. Ich besitze eine "Bronica ETRSi" mit allerlei Zubehör. Daneben bin ich noch im Besitz einer zweiäugigen "Yashica MAT 124 G" und einer "Noon Pinhole Model 612".Kleinteile, wie Porty, Reflektoren oder Stative kommen auch noch dazu...
Warum das ganze?
Das Mittelformat ist in mehreren Hinsichten interessant. Das schlagende Argument ist sicherlich die technische Qualität der Aufnahmen, die mit diesem Format möglich ist. Dies ist allein schon damit begründet, daß die Bildinformation um ein Vielfaches größer ist. Das "kleine Mittelformat" 6 x 4,5 cm ist ca. 2,7 Mal so groß wie das Kleinbildnegativ... Aufnahmen im Mittelformat lassen sich daher leichter vergrößern oder als Druckvorlage verwenden.Für mich persönlich zählt aber etwas ganz anderes. Die geringe Anzahl der Bilder, die auf einem Film belichtet werden können, zwingt zu einer sehr sorgfältigen Arbeit. Eine Aufnahme muß so vorbereitet werden, daß das Foto bei der ersten Aufnahme "im Kasten" ist. Fehlversuche verzeiht dieses Format nur schlecht, weil es eine teure Angelegenheit ist.
Es ist "Die Entdeckung der Langsamkeit".